Innovation oder Rückschritt? Die Gründe für die Digital Access-Lizenzierung von SAP

Innovation oder Rückschritt? Die Gründe für die Digital Access-Lizenzierung von SAP

Feb 1, 2019 | Software License Management

Im zweiten Quartal 2017 führte SAP Digital Access ein, ein neues Lizenzmodell für den indirekten Zugriff, das den Datenaustausch über (1) Systeme (z. B. Bots, Sensoren, IoT-Geräte) und / oder (2) Benutzer, die auf SAP zugreifen, ermöglicht über Anwendungen von Drittanbietern (z. B. SalesForce.com). In diesem Artikel werden wir Digital Access zusammenfassen und unsere Einschätzung der von SAP bereitgestellten unterstützenden Dokumentation und Anleitung abgeben.

Trotz der Branchenbegeisterung über die Herausforderungen und Komplexitäten von Indirect Access ist das Grundprinzip der Digital Access-Lizenzierung eigentlich recht einfach. Kurz gesagt, es geht darum, wie viele Daten in SAP erstellt und / oder verwaltet werden.

Da ERP-Daten in der Regel in Dateneingabeformularen oder -ansichten dargestellt oder verwaltet werden, gelangte SAP zu dem Schluss, dass Digital Access (Indirekter Zugriff) mithilfe von Dokumentmetriken oder „Dokumenten“ besser verwaltet, gemessen und verkauft werden kann. Im Allgemeinen sind Dokumente Formulare oder Ansichten, die in SAP erstellt wurden. Digital Access definiert diese Dokumente in (9) verschiedene Kategorien, die von Verkaufsbelegen bis hin zu Zeit- und Materialbelegen reichen und in Bändern und Ebenen mit jeweils eigenen Preisen und Mengenrabatten verkauft werden. Zusammenfassend hat SAP ein neues Lizenzmodell für Dokumente hinzugefügt, das über das vorherige Modell für benannte Benutzer hinausgeht.

Diese neuen Änderungen führten natürlich unweigerlich zu einer Reihe neuer Fragen. Die häufigste lautet: “Ist dieses neue Modell teurer?” Nun, um dies bestmöglich zu beantworten, ist ein bisschen Kontext angebracht. In der Vergangenheit bestand die Hauptoption eines Lizenznehmers darin, Named Users zu erwerben, um den indirekten Zugriff zu verringern. Dies kostete bis zu 5.000 US-Dollar pro Benutzer. Im Vergleich zu den mit dem Digital Access-Lizenzmodell angebotenen Preispunkten, das einen Startpunkt von ~ $ .80 hat USD / Dokument oder ~ € .50 EUR / Dokument lautet die eigentliche Antwort: „Es kommt darauf an“. Am Ende kommt es darauf an, wie viele Dokumente erstellt werden und wie viele Benutzer benötigt werden. Diese beiden Faktoren bestimmen die tatsächlichen Lizenzkosten des neuen Modells und ob es für Ihr Unternehmen preislich wettbewerbsfähig ist, auf die Digital Access-Lizenzierung umzusteigen.

Eine allgemeinere Frage lautet: “Ist dieses neue Dokumentmetrikmodell besser?” Leider gibt es wie bei der vorherigen Frage keine einfache Ja- oder Nein-Antwort. Hier ist warum:

In der Vergangenheit hat SAP Kunden gebeten, Fragen für jede Drittanbieter-Anwendungsverbindung zu beantworten, bei der der Verdacht auf indirekten Zugriff bestand. Beispielsweise:
– Wie viele Benutzer interagieren mit der Drittanbieteranwendung?
– Wie viele Nutzer sind Geschäftspartner oder Endkunden?
– Wie viele Benutzer lösen Eingaben für Geräte aus, die Daten in SAP einspeisen?

Während diese Fragen anfangs einfach erschienen mögen, war es für einen SAP-Administrator keine leichte Aufgabe, sie schnell und mit einem hohen Maß an Genauigkeit zu beantworten. Der Umgang mit SAP Indirect Access ist also von Anfang an kein Kinderspiel. Um Frustrationen zu reduzieren und einen einfacheren und anschaulicheren Ansatz zu schaffen, wurde das neue Dokumentmodell erstellt.

In Bezug auf dieses neue Modell erklärte der CEO von SAP, dies sei “ein messbares Geschäftsergebnis für jedes Unternehmen”. Auch wenn sich dies rechtzeitig herausstellt, gibt es noch keine klaren Anweisungen, wie SAP die Erstellung der verschiedenen Dokumenttypen messen wird oder wie Lizenznehmer die Nachfrage nach digitalem Zugriff berechnen sollen. Diese, unter anderem verwirrenden Bereiche, stellen die Kunden vor eine lange Liste von Fragen.

Wie Sie sich vorstellen können, sind die Unbekannten sehr besorgniserregend, aber was wir bisher wissen, scheint kein „messbares Geschäftsergebnis“ zu schaffen. Es herrscht nach wie vor Verwirrung, und die Lizenznehmer erwarten von SAP weitere Klärungen, bevor viele bereit sind, sich zu verpflichten. Letztendlich und als Antwort auf die vorliegende Frage könnte das neue Modell für einige Kunden ein besseres Modell sein, doch für die große Mehrheit werden die Dinge wahrscheinlich verwirrender.

Trotz alledem ist SAP bestrebt, das neue Lizenzmodell auf den Markt zu bringen, in der Regel mit Konvertierungs- und Lizenzaustausch-Specials für vorhandene Lizenzvereinbarungen oder als Option für die Abrechnung von Audits. Es genügt zu sagen, dass ein genauerer Blick auf die Lizenzierung von Digital Access zweifellos eine lohnende Zeitinvestition ist.

Bei der Untersuchung / Recherche des Dokumentmodells sind folgende wichtige Fragen zu beachten:
1. Was sind die Hauptunterschiede von Digital Access im Vergleich zum Vorgängermodell, d. H. Die Lizenzierung benannter Benutzer und Pakete?
2. Wie unterstützt SAP die Vermessung von Belegen oder Werbebuchungen? Gibt es Updates (SAP-Hinweise) für die Systemvermessung?
3. Was sollten bestehende SAP-Kunden als einen Weg in die Zukunft mit SAP und Indirect Access betrachten?

In den nächsten drei Wochen werden wir diese Fragen in einer Reihe von Blogposts und Webinaren beantworten, um denjenigen zu helfen, die nach Antworten und einem besseren Verständnis suchen. Möchten Sie den nächsten Artikel lesen? Hier finden Sie es

Möchten Sie sich mit einem SAP-Experten verbinden?

Planen Sie eine Zeit in unserem Kalender ein, die für Sie funktioniert.